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Kettensäge Technischer Unfallschutz |
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Kettensäge Unfallschutz
Technischer Unfallschutz
Um das Unfallrisiko zu verringern, sind moderne Motorsägen mit verschiedenen Sicherheitseinrichtungen versehen:
- Kettenbremse
- Der vor dem Griffrohr liegende, vordere Handschutz dient als Auslöser der Kettenbremse. Über einen Mechanismus ist der vordere Handschutz mit der Kupplungsglocke verbunden. Durch diesen Mechanismus, bestehend aus sogenannten Kniehebeln, Federn und einem Bremsband, wird beim Rückschlag der Säge (und Auslösen der Kettenbremse durch den vorderen Handschutz) die Kette innerhalb von Sekundenbruchteilen zum Stillstand gebracht. Zusätzliche Einrichtungen können die Kettenbremse auch bereits beim Loslassen des Gashebels auslösen.
Beim Rückschlag kommt es zum plötzlichen Hochschlagen der Säge, wenn der sog. "Rückschlagbereich" der Sägeschiene einen festen Gegenstand berührt. Der Rückschlagbereich befindet sich im Bereich der Spitze der Sägeschiene. Die Gefahr des Rückschlags ist von mehreren Faktoren abhängig: Je kleiner der Radius des vorderen Umlenksterns, desto geringer die Rückschlaggefahr (da der Rückschlagbereich kleiner wird). Die Form der Kettenglieder und das richtige Schärfen sind ebenfalls von großer Bedeutung zur Vermeidung des Rückschlags. - Krallenanschlag
- Der Krallenanschlag ermöglicht es, beim Sägen mit einlaufender Kette den Motorblock am Holz zu fixieren. Ein unkontrolliertes Ausschlagen der Säge wird somit erschwert.
- Kettenfangbolzen
- Beim Reißen der Kette mindert der Kettenfangbolzen die Gefahr eines Umschlagens der Kette unter dem Motorblock hindurch zum Sägenführer.
- Handschutz
- Der hintere Handschutz schützt die Hand von unten gegen Äste, die rauhe Stammoberfläche (beim Entasten) und ggf. eine gerissene, umschlagende Kette.
- Gashebelsperre
- Sie liegt auf der oberen Seite des hinteren Handgriffes, auf dessen Unterseite liegt der eigentliche Gashebel. Ohne die Gashebelsperre zu drücken, kann der Gashebel nicht betätigt werden (ist gesperrt). Der Motor läuft dann nur im Leerlauf, die Kette läuft nicht mit. Neben der Erschwernis unsachgemäßer Handhabung verhindert die Gashebelsperre unbeabsichtigtes Gasgeben, z. B. durch Äste.
- Vibrationsdämpfer
- Durch Vibrationen der frühen Modelle kam es bei Waldarbeitern zu Durchblutungsstörungen, die bis hin zur andauernden Taubheit der Finger führen konnten – eine als Weißfingerheit bezeichnete und anerkannte Berufskrankheit. Die Übertragung der Vibrationen auf den Sägeführer werden bei modernen Maschinen durch Antivibrationselemente größtenteils absorbiert.
- Griffheizung
- Bei manchen Modellen ist der Griff beheizt, um die Säge auch bei extrem niedrigen Temperaturen sicher führen zu können. Neben der Vibrationsminderung trägt auch die Griffheizung erheblich zum Gesundheitsschutz der Bediener bei.
- Quelle: Wikipedia
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